{"id":3935,"date":"2012-07-08T14:39:31","date_gmt":"2012-07-08T14:39:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/laszlo-vegel\/"},"modified":"2012-07-08T14:39:31","modified_gmt":"2012-07-08T14:39:31","slug":"laszlo-vegel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/autoren\/laszlo-vegel\/","title":{"rendered":"L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Rahmen der kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Wojwodina und Gespannschaft Istrien wurde das einmonatigen Aufenthaltsstipendium f\u00fcr das Literaturhaus in Pazin dem angesehenen Schriftsteller aus Novi Sad \u00a0L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel vergeben, der Anfang September nach Istrien kam.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-304\" title=\"vegel02-2\" src=\"http:\/\/kucazapisce.hr\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/vegel02-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"295\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel<\/strong>, der ungarische prosaische und dramaturgische Autor, Essayist und Kritiker wurde in Srbobran (ungarisch Szenttam\u00e1s) in der jugoslawischen Wojwodina 1941 geboren. Er studierte in Novi Sad und Belgrad und arbeitete als Journalist und als Redakteur der in Novi Sad herausgebenden Zeitschriften \u00daj Symposion und Polja; in den 70-gern als Redakteur der Kulturbeilage der Tageszeitung Magyar Sz\u00f3; in den 80-gern als Dramaturg beim Fernsehsender Novi Sad, und als Theaterkritiker bei der belgrader Tageszeitung Politika und einer der Redakteure der Zagreber Zeitschrift Prolog. Anfang 90-er wurde er von dem Fernsehen Novi Sad gek\u00fcndigt, bleibt jedoch im \u00f6ffentlichen Leben: diesmal als Leiter des B\u00fcros der Soros-Stiftung f\u00fcr offene Gesellschaft in Novi Sad. Seit 2002. lebt er von seinem literarischen Schaffen. V\u00e9gelovs Werke wurden in viele Sprachen \u00fcbersetzt, dabei, was auch verst\u00e4ndlich ist, meist ins Serbische. Noch 1970 lenkte der gro\u00dfe Autor Aleksandar Ti\u0161ma aus Novi Sad mit seiner \u00dcbersetzung von V\u00e9gels ersten Romans <em>Memoari makroa<\/em> (\u00dc: Bekenntnisse eines Zuh\u00e4lters) (1967 in ungarischer Sprache ver\u00f6ffentlicht) die Aufmerksamkeit der breiteren jugoslawischen \u00d6ffentlichkeit auf die Wichtigkeit des literarischen Schaffens von L\u00e1szlo V\u00e9gel, welcher derzeit einen Status des Sprechers der ethischen Zweifel der 68-er Generation hatte. 1993 ver\u00f6ffentlichte V\u00e9gel nochmals sein Erstling in ungarischer Sprache, diesmal als Teil einer gr\u00f6\u00dferen Einheit unter den Namen Novi-Sad-Trilogie, welche noch die Romane <em>Dupla ekspozicija<\/em> (\u00dc:\u00dcberblicke) (der Roman erschien in serbischer \u00dcbersetzung ein Jahr \u00a0vor der ungarischen Originalfassung 1983!) und <em>Eckhartov prsten<\/em> (\u00dc:Eckharts Ring) umfasst. Diese Trilogie gilt als sein Hauptwerk, mit Novi Sad als Zentralthema, eine Stadt, die in den sp\u00e4teren Essays mit Triest verglichen wird, dabei pessimistisch auf den Verfall der B\u00fcrgertoleranz und Verschwinden von \u201eAtomen des Geistes\u201c in seiner Stadt verweisend.<\/p>\n<p>Ende 80-er lenkt V\u00e9gel die Aufmerksamkeit auf sich auch mit seinen dramaturgischen Werken, jedoch seinen sp\u00e4teren internationalen literarischen Ruhm dankt er seiner r\u00fccksichtslosen Essayistik und ersch\u00fctternden Memoiren, in welchen er als \u201eMinderheitsangeh\u00f6rige\u201c den Verfall der serbischen Gesellschaft in den 90-ern beschreibt. Ihren H\u00f6hepunkt erlebt diese Schreibform im Buch <em>Exterritorium<\/em> (ver\u00f6ffentlicht 2000 in Ungarn; V\u00e9gel erhielt daf\u00fcr die ungarische Auszeichnung Buch des Jahres), wo der Autor das Gef\u00fchl der zweifachen Gef\u00e4hrdung w\u00e4hrend NATO-s Bombardieren von Serbien beschreibt: von den Bomben aus der Luft und von der nationalistischen Wut seiner Mitb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Auch seine Sammlung <em>Bezdomni eseji<\/em> (\u00dc:Heimatlose Essays) (serbische Ausgabe 2002, ungarische 2003) ist sehr bedeutend. Sie verleiht die richtige Einsicht in seine Essayistik. V\u00e9gels Neigung zur Autoreflexion fand in Essay ihre ideale Literaturform. Essayform erm\u00f6glicht ihm selbstkritische Darstellung der Verbindungen zwischen eigener Existenz (sowie Illusionen eigener Generation) und Tatsachen aus der Lokalgeschichte und der Epoche. Dabei affirmiert V\u00e9gel die \u00abgeschichtliche Rolle der Minderheitsangeh\u00f6rigen\u00bb durch die Werte von \u00abkulturellen Diversit\u00e4t\u00bb und \u00abHeterokosmos\u00bb. Mit seinen Worten: \u00abich h\u00f6re sie schreien: lebe besser und freier, aber: lebe anders, ist kaum zu h\u00f6ren\u00bb.<\/p>\n<p>Seit 2006 erm\u00f6glichten ihm die deutschen Stipendien, den Westen nach welchen seine Generation sehnte, besser kennen zu lernen. So entstanden die \u00abBerliner Texte\u00bb, welche in diesem Jahr auch in serbischer Sprache unter dem Titel <em>Pri\u010de iz donjih predjela <\/em><em>(\u00dc:Geschichten aus den s\u00fcdlichen Gegenden) ver\u00f6ffentlicht wurden<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>V\u00e9gel erhielt eine Reihe von Literaturpreisen, wie die Goldmedaille des Pr\u00e4sidenten der Republik Ungarn f\u00fcr sein literarisches Schaffen (2000).Memoari makroaadu. Bio je novinar, \u010dlan redakcije novosadskih \u010dasopisa \u00daj Symposion i Polja; sedamdesetih godina bio je urednik kulturnog dodatka novosadskog lista Magyar Sz\u00f3; osamdesetih dramaturg Televizije Novi Sad, te stalni kazali\u0161ni kriti\u010dar beogradske Politike i \u010dlan redakcije zagreba\u010dkog \u010dasopisa Prolog. Po\u010detkom devedesetih dobio je otkaz na novosadskoj televiziji, ali i dalje javno djeluje: ovoga puta kao koordinator novosadske kancelarije Sorosovog Fonda za otvoreno dru\u0161tvo. Od 2002. godine \u017eivi od knji\u017eevnog rada. V\u00e9gelova djela prevo\u0111ena su na mnoge jezike, pri \u010demu je, iz razumljivih razloga, najvi\u0161e prevo\u0111en na srpski. Jo\u0161 je 1970. godine veliki novosadski knji\u017eevnik Aleksandar Ti\u0161ma prijevodom V\u00e9gelovog prvog romana<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Wojwodina und Gespannschaft Istrien wurde das einmonatigen Aufenthaltsstipendium f\u00fcr das Literaturhaus in Pazin dem angesehenen Schriftsteller aus Novi Sad \u00a0L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel vergeben, der Anfang September nach Istrien kam. &nbsp; L\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel, der ungarische prosaische und dramaturgische Autor, Essayist und Kritiker wurde in Srbobran (ungarisch Szenttam\u00e1s) in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":3869,"menu_order":50,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3935","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3935\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kucazapisce.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}